ein kleines bißchen stolz…

bin ich, denn ich habe mein erstes „echtes“ Teilnehmerzertifikat eines online Kurses erhalten.

Zum ersten Mal habe ich mich bei Coursera für ein „verifiziertes Zertifikat“ entschieden.

Das funktioniert so: Für den grundsätzlich kostenlos angebotenen online Kurs zahlt man eine Gebühr die unterschiedlich hoch ist, je nach Kursdauer und Aufwand.Dafür erhält man am Ende bei erfolgreicher Bearbeitung des Kurses ein Zertifikat, auf dem nicht nur der eigene Name steht (wie auf den einfachen Teilnahmebescheinigungen), sondern das eine einmalige und nachvollziehbare Lizenznummer enthält, mit der das Zertifikat eindeutig auf den Teilnehmer zugeordnet ist.

Identifizierung per Webcam:

An bestimmten Stellen innerhalb des Kurses muss man seine Identität überprüfen lassen. Dazu lässt man anfangs zu, dass Coursea den in die Webcam gehaltenen Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) und zum Vergleich das eigene, echte Gesicht abfotografiert. Bei der Überprüfung wird dann nochmals das Gesicht fotografiert und mit den hinterlegten Bildern verglichen.

Identifizierung per Schreibrhythmus:

Außerdem muss man einen kurzen, vorgegebenen Text abtippen, dabei wird der persönliche Tipp-Rhythmus gespeichert.

Der Text ist etwa in der Art „Ich bestätige dass dies meine eigene Arbeit ist, mein eigenes Werk und dass ich nicht geschummelt habe und jemand anderen für mich arbeiten ließ“. Er erfüllt also nicht nur die Funktion der Identifizierung aufgrund des Tippens sondern auch die psychologische Funktion der Beobachtung und des Appells an das Gewissen. Wer sich dafür im Speziellen interessiert, sollte sich z.B. mal die Untersuchungen von Daniel Kahnemann und Dan Ariely (Link zu seinem Blog) ansehen. Diese sind beschrieben, im Buch „Ethics Training in Action: An Examination of Issues, Techniques, and Development“, herausgegeben von Leslie E. Sekerka (Link zur Leseprobe des E-Books). Wenn wir uns beobachtet fühlen, sind wir ehrlicher und nicht so schnell in Versuchung, zu mogeln.

Wie erreicht man die volle Punktzahl?

Namentlich war es hier der Kurs „Learning to teach online“. Identifizieren musste ich mich bei der Abgabe der Aufgaben, das war zwei Mal während des Kurses. Das ist also kein hoher Aufwand. Dafür habe ich ein wertiges Zertifikat. Denn im Gegensatz zur bloßen Teilnahme konnte ich die erforderliche Punktzahl nur erreichen, in dem ich an allen Aktivitäteten teilnahm (schriftliche Übungen in denen man die eigenen Ziele im online Teaching genauer definierte) und die zwei Hausaufgaben eingereicht habe. Es ist nicht damit getan, sich nur von den Videos berieseln zu lassen und ein bißchen herumzuklicken.

Deshalb sollte man sich vorher genau überlegen:

  • kann ich in vollem Umfang an dem Kurs teilnehmen
  • habe ich Zeit und Muße dafür?
  • Ist das Thema mir so wichtig, dass ich dafür Geld investiere?
  • Oder nehme ich nur aus Neugier teil?
  • Nützt mir das Zertifikat etwas?
  • Wie gehe ich damit um, wenn ich mich möglicherweise ungerecht bewertet fühle (siehe folgender Absatz)?
certificate

Hier das Zertifikat aus dem MOOC Learning to teach online. Auf dem Original ist natürlich der volle Name angegeben.

Was auch passieren kann:

Schade fand ich, dass während der Peer Review jemand meine Hausaufgabe mit 0 Punkten bewertet hat (mit der Begründung, seine Firewall hätte verhindert, dass er meine Inhalte sehen und überprüfen kann – nun, ich hatte sicherheitshalber alles zusätzlich per PDF hochgeladen und damit ist alles für alle zugänglich und lesbar gewesen). Da es ein rein technisches Problem war und kein inhaltliches, fand ich das nicht gerade fair und hätte mir gewünscht, er hätte dies den Kursbetreuern reportet statt einfach meine Leistung als „gar nicht“ zu werten. Trotzdem habe ich immerhin eine Gesamtleistung von 84 Prozent erreicht. Und das freut mich. Es ist äußerst motivierend, wenn man nicht nur etwas kann, sondern auch noch einen „Beweis“ hat, oder zumindest etwas zum Herzeigen.

Online teilen:

Sehr praktisch ist, dass der Kursanbieter hier direkt die Verlinkung auf LinkedIn anbietet. Man kann das Dokument natürlich herunterladen und selbst auf anderen Seiten hinzufügen, z.B auf Xing.

So sieht es dann im LinkedIn Profil aus:

LinkedinFazit:

Ich werde gelegentlich wieder Signature Track benutzen, wenn der Kurs ein Thema behandelt, das mir wirklich etwas bedeutet und das mich auch beruflich voranbringt.

 

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